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Kapitel 1: Neue Welt

Die Götter - Hi, Mizu, Kaze und Tsuchi - waren sich einig: Alleine konnten und würden sie die Welt nicht retten. So, wie früher sie die Außerwählten waren, so wählten auch sie Wölfe aus, die die Welt retten könnten. Doch würden sie die Welt wirklich retten? Oder sie diesmal endgültig von der Klippe stoßen?

..Wetter..

Frisch. Kühler Wind. Wenige Wolken.
Tageszeit: Früher morgen.


Die Sonne ist aufgegangen - doch noch ist von ihrer Wärme nicht viel zu spüren. Ein frischer Wind weht und einige Wolken sind am Himmel zu entdecken. Dennoch verspricht es ein heißer Tag zu werden.

..Team..




..Forum eröffnet..

Am 4.08.2011

..Zitat des Weltretters: Tária..

'Es gab für Tária nur zwei Entscheidungen: Ihre oder die falsche … '

..Aufnahmestopp..

Nicht aktiv
Feuer & Erd Wölfe werden gerne gesehen

..Gesuche..

Der Frühling & Der Winter

..Hi - Feuerelement..

Tária ♀


..Mizu - Wasserelement..

Chena ♀
Mael ♂
Tsuki ♀
Kaala ♀
Chihiro ♀
Barid ♂

..Tsuchi - Erdelement..

Cheshire ♂
Daisuke ♂



..Kaze - Windelement..

Rin ♀
Dyami ♂
(Mai ♀)
Nuutaq ♂



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 Kapitel 1: Neue Welt

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AutorNachricht
Götterbote
Von Göttern erschaffen
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Geschlecht : Entscheide du
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Besonderheiten : Bote der Götter

BeitragThema: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 10, 2011 2:43 am







"Es muss alles besser werden."

Jahre sind vergangen, man könnte meinen die Welt hat sich erholt – oder? Ein Wanderer könnte dir das Gegenteil erzählen, doch als Wolf, der sein Leben lang nur in einem Wald lebt, würde diesen Wanderer als Irren einstufen. Wie sollte man denn auch jemanden glauben, der einen von Asche bedeckten Ebenen erzählt auf denen immer noch das Chaos herrscht und es keine schützenden Pflanzen gibt, wo man doch immer behütet worden war und die lebende Natur um sich herum spürte? Die Antwort: Gar nicht. Doch leider hatte der vermeintlich als „Irrer“ bezeichnete Wanderer recht. Die Welt war noch lange nicht so heil, wie sie manchen vorkommen mochte. Und früher oder später würde man es auch merken, wenn man sich auf Wanderschaft begeben würde. Dann zerbröckelte die eigene Vorstellung der heilen Welt immer weiter, bis sie nur noch aus einem Scherbenhaufen bestand. Und was machte man mit einem Scherbenhaufen? Ihn weg kehren und einen neuen Spiegel aufstellen, bis auch dieser zerbrechen würde.

Doch in dem Wald, in denen sich einige Außerwählte aufhielten, sah die Welt noch in Ordnung aus. Die Natur blühte prächtig und die sommerlichen Temperaturen wärmten jeden Wolf angenehm den Pelz. Hier waren keine Spuren von Verwüstung oder Chaos, alles war friedlich. Dachten die Wölfe über die Welt nach, während sie sich in einem See kühlten? Wussten sie überhaupt von den Asche Ebenen? Hatten sie in ihrem Leben schon einmal welche gesehen? Das konnte man nicht wissen. Doch warum schienen so viele Außerwählte in der Nähe eines Ortes zu sein? War es der Wille der Götter? Gab es diese überhaupt? Niemand hatte je einen Gott gesehen, warum also jetzt? Bestimmt hatten nur wenige diesen Göttern gehört und noch weniger glaubten daran. Wahrscheinlich waren es nur eine Pfote voll Wölfe, die wirklich an die Götter Hi, Mizu, Tsuchi und Kaze glaubten und die von manchen als Irre eingestuft worden – wie der Wanderer von vorhin. Niemand kann einem den eigenen Glauben vorschreiben – doch was, wenn die Götter plötzlich vor dir stehen?

Kurz & Knapp:

Wetter: Sommerlich warm – nicht bewölkt
Stand im Rpg: Die Wölfe sind verstreut im Wald anzutreffen.

Info: Kein Wolf weiß, dass er Kräfte besitzt oder das er ein Außerwählter sein sollte!
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Rin
Wahrheitssuchende
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Alter Charakter : 4 Jahre
Geschlecht : Fähe
Element : Wind
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 10, 2011 2:49 am


Und irgendwann ertrinke ich in meinen Tränen...



Kühles Nass umarmte ihren Körper und drückte sich an sie – eine Umarmung der Liebe oder des Todes? Die Wellen waren zu sanft als, dass sie wirklich böses im Sinn hätten und die weiße Fähe, welche darin schwamm, war eindeutig nicht in Not. Entspannt stieß sie mit den Pfoten im Wasser um vorwärts zu kommen und damit das Ufer zu erreichen. Schon spürte die Fähe auch wie ihre Pfoten den sandigen Boden streiften und wenig später berührte sie mit allen Vieren den sandigen Untergrund. Sie watete ein wenig weiter ans Ufer, bis nur noch ihre Pfoten im Wasser waren, und schüttelte dann ihr blütenweiß Fell. Die Wasserperlen surrten durch die Luft und landeten wieder. Die Fähe blickte sich um und überprüfte mit den Augen den Rand der Lichtung. Auch ihr Geruchssinn nahm keine Witterung auf – außer die von Beute. Irgendwo hier hatten sich wohl ein paar Rehe zum trinken begeben – was ziemlich gefährlich werden konnte aufgrund der Tatsache, dass dies hier eine große Lichtung war. Sie hatten also keine Deckung gehabt. Andererseits hätten auch die Feinde keine Deckung gehabt. Und sie hatte im Moment auch keine. Doch das störte sie nur wenig. Gelassen begab sie sich in eine liegende Postion und spürte wie sich Teile ihres feuchten Fells wieder mit Wasser voll sogen. Ihre Pfoten, ihr Schweif und ihr Bauchfell waren wieder im Wasser. Die weiße Fähe bettete ihren Kopf auf ihren Pfoten und auch hier spürte sie wie das Wasser sich gierig an ihrem Fell entlang kletterte.

Die Fähe, welche den Namen Rin trug, zuckte mit den Ohren als ein kühler Wind über sie wehte und ihren Körper umschmeichelte. Sie fröstelte nicht, da die warmen Sonnenstrahlen ihr den Pelz wärmten. Es war ein angenehmes Wetter – nicht zu heiß und nicht zu kalt. Ihre Augen waren halb verdeckt hinter den schützenden Augenlidern. Rin war nicht müde, doch sie ruhte sich trotzdem aus. In Anbetracht der Tatsache, dass sie nicht wusste was sie als nächsten tun sollte war dies doch eine ziemlich kluge Entscheidung. Immerhin wäre sie dann vollkommen ausgeruht, wenn ihre Energie beansprucht werden würde. Allerdings hatte es den Nachteil, dass sie so in Gedanken versinken konnte. Deshalb widmete die Fähe sich der Aufgabe den Marienkäfer, welcher nicht weit von ihr entfernt auf einem Grashalm saß, zu beobachten. Sein roter Panzer glänzte in dem Sonnenlicht und die drei schwarzen Punkte, welcher seinen roten Schutzpanzer schmückten, waren deutlich zu sehen. Er bildete einen starken Kontrast zu dem grünen Grashalm auf dem er saß, aber durch seine geringe Größe fiel das nicht weiter auf. Ob sie wohl auffiel?


[Am großen See auf der Lichtung – schwimmt – am Ufer – legt sich ins Wasser – beobachtet einen Marienkäfer]

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Chena
Eisblume
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 10, 2011 4:43 am

Der Wald lag in einem sanftem Licht. Die grünen Blättern spielt im kühlendem Wind, welcher die Sonnenwärme zu durchbrechen schien. Hier und da trafen die Sonnenstrahlen den Waldboden und ließen ihn regelrecht glitzern. Alles schien ruhig, nur die Vögel in den meterhohen Bäumen sangen ihre schönsten Lieder. Lieder ohne Bedeutung und Sinn, zumindestens für die jenige die nicht in der Lage waren sie zu verstehen.

Ein Schatten lief durch diese Welt, eine Welt die so falsch war wie sie selbst. Alles war nur ein Trugbild an welches jene glaubten die nicht wussten was es hieß zu leben. Jene, die dachten sie lebten in einer perfekten Welt welche nichts erschüttern konnte. Es gab nur wenige die wussten wie es wirklich zuging. Und zu diesen zählte sie sich selbst.

Das Sonnenlicht fiel durch die Bäume und berührte sanft ihr schneeweißes Fell. Die junge Fähe war stehen geblieben und sah sich nun um. Ihre Ohren zuckten, die Nase bewegte sich und das Fell wiegte sich leicht im Wind. Das Laub der Bäume raschelte und einige Vögel flogen auf. Misstrauisch spähte sie voraus.
Chena war ihr Name. Einen Namen der das Einzige einer verlorenen Vergangenheit war. Von ihrer Mutter hatte sie ihn bekommen, doch diese war längst vergessen. Alles war damals geschah war vorbei und zählte nicht mehr.

Sie schüttelte den weißen Kopf und ging langsam weiter. Ihre Pfoten berührten den weichen Erdboden, doch kein Laut war zu hören. Das `leise Auftreten´ hatte sie bis zur Perfektion geübt und war nun eine ware Meisterin darin und nicht nur diese Fähigkeit besaß sie.

Der Wald schien kein Ende zu nehmen. Wie lange Chena ihn nun schon durchquerte, konnte sie gar nicht sagen. Einige Zeit war sie nun schon allein unterwegs und das nur wegen dieser Fremden. Die Fähe knurrte.
Einsamkeit, es war eigentlich das erste mal das sie ganz allein war und doch wusste sie das es so das Beste war. Nur allein war man wirklich sicher und sich selbst Herr. Lange hatte sie das nicht verstanden, doch mittlerweile hatte sie es verinnerlicht.

Vorsichtig überschritt sie einen Ast um ja keinen Laut zu geben. Wieder blieb die Weiße stehen und begann die Luft nach Dürften zu sortieren.

Ah...

Langsam senkte sie ihren Körper und schlich voran. Jeder Muskel war angespannt und die Sinne waren nur auf eines konzentriert. Jetzt durfte nichts schief gehen. Sie verlangsamte ihre Schritte, ihr Bauchfell schleifte schon über den Boden. Doch noch immer war sie nicht zu hören. Hinter einen Gebüsch blieb sie verborgen liegen. Es war Sommer und so war ihr Fell keine große Hilfe. Nichts war von ihr zu sehen, nicht einmal die funkelten Augen. Wie ein Schatten schien sie sich zu bewegen. Keinen Laut von sich geben, spähte sie durch die Äste.

Rehe. Eine ganze Sippe scharrte im Waldboden nach Wurzel.
Die Fähe schleckte sich über die Fänge und sah sich weiter um. Als ersten galt es die Lage zu erkunden. Bevor man zuschlug musste man einiges an Vorbereitung treffen. Hals über Kopf losstürmen hatte noch nie einen Erfolg gebracht. Die Widnrichtung war perfekt, die Herde schien ruhig und nichts von der drohenden Gefahr zu spüren.
Aufeinmal richtete sich ihr Blick auf ein einzelnes Tier. Es war ein Bulle. Leicht deprimiert zog sie die Lefzen hoch, doch ein Knurren hätte sie nur verraten.

Sei nicht töricht. Wozu habe ich dir all mein Wissen beigebracht?

Mit einem leisen Murren wendete sie den Blick ab. Ihre Augen schlossen sich für einen Momant. Es war nicht das erste mal das sie die Stimme von Khaleios hören konnte. War er es? Oder waren es nur Erinnerungen? Noch einmal sah die Fähe zur verlockenden Beute.

Es hat keinen Sinn.

Nun erhob sie sich und begab sie wieder auf den Weg. Einen Weg auf welchen sie kein Ziel kannte. Für einen Moment schluckte sie und Trauer stieg in ihr auf, doch im nächsten Augenblick hatte sie ihn schon wieder hinuntergeschluckt. Langsam führten sie ihre Pfoten weiter.


[im Wald / allein / beobachtete Hirschherde / erkennt das es keine geeignete Beute ist / zieht weiter]
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Dyami
freier Adler
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Do Okt 13, 2011 4:41 am

Langsam setzte Dyami eine Pfote vor die andere. Immer wieder schweiften seine Gedanken weg. Er sah sich, sich, aber auch nicht sich. Eine Gestalt, die wie er aussah, aber nicht er war. Der Rüde schüttelte den Kopf und schaute sich um. Überall sah er grüne Blätter, Bäume und Büsche. War es so wie hier überall? Gab es noch was anderes fernab dieses Waldes? Der Grau- Braune wusste es nicht. Er wollte es gar nicht wissen. Er wollte hier sein und nie woanders. Er fing an seinen langsamen Gang in einen schnelleren Lauf zu wechseln bis er seine Höchstgeschwindigkeit erreicht hatte. Der Wald zog an seinen Augen vorbei, wurde unscharf und komisch. Zweige streiften seinen Körper, Äste schlugen im ihm ins Gesicht, aber er blieb nicht stehen. Lief weiter und weiter, konnte nicht aufhören.
Erst als er vollkommen erschöpft war wurde er langsamer, trabte durch den grünen Wald, schnupperte, schaute sich wieder um und schloss die Augen. Er konnte Beutetiere riechen, Hasen, Rehe und Vögel. Das Wasser floss ihm im Mund zusammen und er überlegte, ob er sich was fangen sollte, ließ es dann aber und lief weiter. Noch immer streiften Äste seine Flanken, doch aus dem Peitschen ist ein zärtliches Streicheln geworden. Als ob die Bäume sagen wollten, bleib hier, lass uns nicht allein. Aber er ignorierte die uns lief stetig weiter. Seine Pfoten berührten den Boden, die alten, vertrockneten Blätter und ließen ihn angenehm knistern. Auch wenn seine Pfoten nur eine Sekunde auf einer Stelle waren, meinte er zu fühlen, dass er hier schon tausendmal war. War es das? Es konnte sein, es ist sein Heimatwald und er wusste nicht genau, wie oft er wo war.

“Woran denke ich hier eigentlich. Was soll das? Ich sollte mal überlegen wo ich hin gehe und nicht, wie oft ich wo war. Das bringt mir nichts.“

Der Rüde schüttelte den Kopf über sich und hatte sich, wenn er könnte an den Kopf geschlagen. Er war so etwas von dumm. Nach einigen Minuten legte er sich unter einen Busch, wo Moos wuchs und legte den Kopf auf die Pfoten. Er war müde. Auch wenn er es mochte lange und ausdauernd zu laufen, dieser Lauf hatte ihn müde gemacht. Dyami knurrte einmal frustriert und schloss dann die Augen. Sofort ließ er seiner Fantasy freien Lauf und er glitt für Einige Zeit ins Reich der Träume.


{im Wald- allein- denkt, läuft, riecht Beute, legt sich hin, schläf}
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Cheshire
Grinsewolf
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 17, 2011 7:21 am

Mit ruhigen und sicheren Schritten folgte Ches einem unsichtbaren Faden, welcher ihm seinen Weg zeigen sollte, ein Faden welchen nur Cheshire sehen konnte. Er konzentrierte sich den Faden nicht aus den Augen zu verlieren, zuckte nicht einmal mit den Ohren. Doch so unachtsam wie es aussah, war es sicherlich nicht. Besagter sicherer Schritt sollte bereits genug sein um zu zeigen, dass Ches keineswegs anfällig war. Es war nun einmal seine ganz persönliche Art und Weise seine Umgebung wahrzunehmen, nichts würde diesem so abwesendem Wolf entgehen - kein Geruch, kein Geräusch, kein Schatten.
Doch schließlich war es an der Zeit den Blick vom immer zu gleichem Weg zu heben. Ein ungewöhnlich gelangweilter Blick zierte sein sonst stets lächelndes Gesicht. Wozu lächeln wenn es doch keiner sieht? Niemand wird diesen Wolf je nicht lächeln sehen, denn er lächelt nur alleine nicht - und gegebenenfalls wenn ihm eine Situation wirklich sehr missfällt und sein Plan überhaupt nicht mehr zu retten ist, was eine Seltenheit ist.

Er spürte den frischen Wind durch sein Fell tanzen, roch den Sommer und die Wärme drückte auf ihn ein. Sein dichter Pelz war für Polartemperaturen geschaffen, nicht für einen sonnigen Sommer mit Temperaturen zum Thermometer-platzen.
Seine gelben Augen erkundeten die Gegend, suchten nach interessanten Dingen doch hier sah alles gleich aus. Was hatte er auch erwartet? Er war irgendwo in diesem Wald, der sanfte Geruch frischen Wassers war zu vernehmen und nach frischem Gras roch es ebenfalls.


[Allein // Im Wald]
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Adamant
der kaltherzige Schlächter
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Geschlecht : Rüde
Element : Feuer
Fellfarbe : Dunkelbraun
Besonderheiten : Abweisend und Kalt
Alter : 23

BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Fr Okt 21, 2011 1:25 am

Adamant versteckte sich mit seinen Schwestern hinter einem umgestürzten Baumstamm, “Taku, was passiert hier? Wo sind Mama und Papa?fragte der hilflose Welpe seine Schwester, er hatte angst. Vor ein paar Stunden lag er noch bei seiner Mutter und schlief schön, doch auf einmal kamen ein Haufen Wölfe aus dem nichts und attackierten sie! Er und seine Schwestern wurden gezwungen sich zu verstecken was sie auch machten. “Keine Angst Kleiner, sie werden bald hier sein“, doch der Welpe wusste es... Der Welpe war nicht dumm, das sind nur ausreden die Ältere bringen wenn sie keine Antwort auf etwas haben! Er wusste ganz genau das sie nichtmehr zurückkehen werden, genau das gleiche sagte seine Schwester nämlich als Grossvater Turuko verschwunden ist. Takuri schaute ihn immernoch besorgt an, “Vertraue mir, das wird schon noch!“ schwor sie ihm und stupste ihn leicht mit der Nase an.

Und genau dann passierte es. Er hörte wie sie näher kamen, die anderen Wölfe. Taku! Si-Sie haben uns endteckt! sagte der Welpe leise, Komm! Wir müssen weg!. Takuri schaute ihn und Kivuli an, nickte und fing an zu rennen. Kivuli und der kleine Welpe folgten ihr. Er schaute nach hinten und sah wie 3 Wölfe sie verfolgten, Sie werden uns kriegen Taku! Sie werden uns kriegen! rief der Welpe panisch, kleine Tränen bildeten sich in seinen Augen. Er wollte nicht sterben! Nicht jetzt! Er schaute nicht wo er hinrannte, sein Kopf war gesenkt. Er wollte nochmal sehen wo seine Schwester ist, doch als er den Kopf hob sah er niemand. Er war alleine. TAKU?!schrie er, KIVU?! doch neimand antwortete Irgendjemand...? Hallo? Nein....


Adamant machte langsam die Augen auf, sein Herz raste. Toll, wieder so ein Traum... dachte er und stand dabei langsam auf. Er hatte unter einem Baum geschlafen, im frisch gefallenen Laub. Hmpf... Dann mal weiter. sagte er zu sich selber. Adamant war schon seit Tagen alleine. Doch das allein sein plagte ihn nicht, er ist daran gewöhnt. Das was ihn stört sind die Träume, jede Nacht träumt er von dem Angriff auf sein Rudel. Das war schon so, seit er von seinem ehemaligen zweiten Rudel verbannt wurde. Ja.. Sein zweites Rudel... Er fühlte sich dort nie zuhause, es war einfach eine Art... Zwischenstopp in der Resie die Adamant zu unternehmen plante. Und an die Erinnerung an das Rudel, kam gezwungenerweise auch dieses Szenario wie Haku vor ihm auf dem Boden lag in Erinnerung, röchelnd und schwer atmend. “Wieso.. Wieso Adamant...?“ waren Hakus letzte Worte, Adamants antwort war kurz und simpel “Weil du es verdient hast.“.


Eigentlich war er garnicht so, Adamant ist garnicht so kalt. Immer wenn er ein Hase oder ein Wiesel erledigt spührt er ein bisschen Mitleid. Doch nicht bei Haku, nein. Er hat es verdient! sagt er sich immer wieder, es ist auch das einzige was er sagen kann damit er nicht als Monster da steht. Er seufzte und lief einfach Ziellos weiter, ab und zu blieb er stehen weil er etwas gehört hat.
Nach etwa einer halben Stunde spührte er ein ziehen im Bauch, es war der Hunger. Seit 2 Tage hate er nichts mehr zwischen dem Fang als eine kleine Maus. Jedoch, er war nicht abgeschwächt! Natürlich kann sein Körper nicht die volle Leistung bringen, aber er war nicht hilflos. Er wollte gerade weiter als er etwas hörte, eine art knacksen. So als ob etwas auf ein trockenes Blatt gestanden ist.
Beute? Ich hoffe mal ein Kaninchen.. dachte er und lief in die Richtung des Geräusches. Doch das, was dort war, war etwas völlig anderes als erwartet. Ein.. Ein Wolf?! bemerkte er erstaunt, es war ein grau-weisser Wolf. Genau wie Haku, und an ihn dachte Adamant auch als erster Das kann nicht sein! Ich habe dich doch....

[Alleine // Im Wald // Wacht auf // Läuft weiter // Bemerkt Che]
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Chena
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Element : Wasser
Fellfarbe : Schneeweiß
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Sa Okt 22, 2011 3:29 am

Noch immer mit leerem Magen zog die Fähe also weiter.
Der Wald war dicht, ließ aber dennoch einige Sonnenstrahlen durch sein Blätterdach. Wie der Himmel wohl aussah? Hier gab es größtenteils Schatten und es war nicht so heiß wie auf einer offenen Ebene, doch trotzdem merkte sie die Wärme welche über ihren Körper kroch.
Das Laub der Bäume raschelte und die Vögel sangen nach wie vor. Ein rötliches Eichhorn sprang über den Pfad. Chena blieb stehen und fixierte es mit ihrem Blick. Wie immer war keine Regung zu erkennen, was sie wohl dachte?

Alles schien ruhig in diesem Moment. Das kleine Tier hatte sich auf dem Waldboden begeben und scharrte in der Erde herum. Die weiße Fähe stand einige Meter entfernt, ihr Blick war starr genauso wie der Rest des Körpers. Das Einzige was sich zu bewegen schien war ihr Fell. Plötzlich drehte sich ihr Ohr und schon im nächsten Moment kam Leben in den Wald. Mit einem Satz sprang sie hervor und hechtete auf das Eichhorn zu. Es war wohl noch ein Jungtier und recht unerfahren, das war sein Totesurteil. Es sprang eine Sekunde zu spät los und so fand es sich schließlich zwischen weißen, scharfen Zähnen vor.

Chena fackelte nicht lang. Ihr Kiefer schloß sich um das kleine Tier und es knackste. Blut lief an ihren Lefzen hinunter, doch das kümmerte sie nicht. Genauso gefühlskalt wie sie im Umgang mit Artgenossen war, genauso war sie auch mit ihrer Beute. Mittel zum Zweck.
Das weiße Fell an der Schnauze des Wolfes verfärbte sich immer mehr. Das tote Beutetier hing schlaff zwischen den Fängen. Plötzlich fiel es dumpf auf dem Boden. Die Fähe beugte sich hinab, hieb ihre Zähne in das Fleisch und rieß das Tier auseinander. Mit einem großen Bissen war es auch schon geschafft.

Die rosa Zunge schlekcte zunächst über die Nase und dann über die Lefzen. Ganz leicht rosa war das Fell noch, doch es würde nicht lange dauern und es wäre so schneeweiß wie zuvor. Mit leichten Schritten trabte die Fähe weiter, zurück blieb nur der Kopf der Beute, dessen aufgerissene Augen sich in jeden hineinbohrten der ihn ansah.

Aufmerksam setzte sie ihren Weg fort. Ihre Ohren bewegten sich in jede Richtung. Jedes Geräusch musste analysiert werden. Hin und wieder blieb sie stehen, prüfte die Luft und sah sich um. Immer im verborgenen bleiben.


[im Wald / allein]
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Mael
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 24, 2011 7:21 am

    Wer sich umsieht, der wird sein Umfeld vermutlich als selbstverständlich und normal abtun. Doch ein Wolf, ein prachtvolles Tier, der sieht alles Sein als Wunder an. Denn laut ihm leben wir alle in einem Paradies und deswegen ist der Tod kein Feind, sondern ein Freund.




Die Lichtsäulen hinterließen auf dem dunkeln Waldboden gelbe Flecken. Pollen und Staub tanzten im goldenen Schein auf und ab und gaben dem Schauspiel etwas mystisches. Blickte man nach oben, so sah man das Dach aus grünen Blättern. Dicht und dunkeln. Wie Schwerter durchstieß das Sonnenlicht diesen Schutz vor Regen und Wind. Das Rascheln der Tiere, das Atmen des Waldes war ein Konzert in den Ohren der Wölfe, welche hier Geborgenheit und Heimat suchten. Mael zählte zu ihnen. Er war in Begleitung seine viel älteren Weggefährten, doch sie hatten sich getrennt. Es war Zeit für die Jagd. Der silbern-graue Rüde war stehen geblieben um fasziniert sein Umfeld zu beobachten, bevor er die Ohren spitze. Hier und da schienen Mäuse durch das Unterholz zu huschen, zu zart und klein, als dass sie Maels Interesse geweckt hätten. Der junge Rüde suchte nach Kaninchen. Einen größeren Vogel würde er aber auch nicht verschmähen, wenn sich die Gelegenheit bot. Das Jagen war nicht unbedingt seine Stärke, aber er konnte damit auskommen und bisher hatte sich auch sein älterer Begleiter nicht beschwert.



    Alles Leben ist dazu da, jemand anderem zu dienen. Ob nun durch Nahrung oder Hilfe. Das ist egal. Wer füreinander da ist wird feststellen, dass die Welt an Farbe und Freude gewinnt. Das unwichtige Dinge interessant und wichtig werden. Das giftige Gedanken verschwinden und sterben.




Ein Geruch durchbrach die Stille, als wäre er ein Geräusch. Mael hob senkte den Kopf, betrachtete nun nicht mehr das Laubdach über ihm. Er sog tief die Luft ein und erkannte den wilden und starken Duft eines Kaninchens. Ein leichtes Lächeln zuckte um die Lefzen des jungen Rüden. Er suchte mit seinem Geruchssinn die Quelle des Duftes, konnte sie aber zunächst nicht orten. Daher ließ er seine Nase zu Boden sinken und schnüffelte diesen nun ab. Er fand schale und ältere Spuren von Hasen und entdecke zwei Pfotenabdrücken im Sand. Alles alt. Endlich fand er eine neue Spur und folgte dieser still. Ein stummer Waldgeist im magischen Gehölz. Mael entdeckte unter einem Strauch voller Beeren ein braunen Kaninchen. Seine Ohren schienen viel zu groß für den Kopf und die Augen wirkten niedlich und jung. Als es gerade weiter hoppeln wollte sprang der Rüde hoch und direkt auf das Tier hinauf. Er wirkte, wie ein Welpe, aber das war nun mal die effektivste Lösung um so kleine Beute zu töten. Schnell fanden die scharfen Zähne Maels das Genick des Tieres und brachen es. Leblos baumelte der braune Körper aus dem Maul. Ein wenig Blut bespritze die Lefzen der Rüden. Langsam füllte sich das Maul Maels mit dem warmen, roten Lebenssaft seiner Beute. Seine Augen leuchteten zufriedne. Er spürte, wie sein Magen knurrte, wagte es aber nicht etwas zu essen. Das Kaninchen würde für seinen Weggefährten sein.




    Und wenn man endlich jemanden gefunden hat, der diesen grauen Schleier verschwinden lässt, dann wird man feststellen, wie einfach alles von der Hand geht und wie gut es tut, miteinander zu kommunizieren und einander zu helfen. Denn eine Gemeinschaft ist Schutz, Zuneigung und Geborgenheit. Genau das weiß der Wolf und für das steht er. Deswegen nennt er die Welt das Paradies und deswegen lächelt er dem Tod freundlich zu und bedeckt ihn nicht mit ängstlichen Blicken.




Der Geruch seiner Beute zwickte Mael in der Nase und regte ihn dazu an, einen Bissen zu nehmen, doch der Rüde hatte genug Disziplin, um es nicht zu wagen. Er hatte mit der Zeit gelernt, dass man füreinander da sein musste. Gab er seinem alten Freund Futter, so bekam er dafür Geschichten und Weisheiten erzählt. Mael durstete nach Wissen. Er wollte mehr, er wollte weiter kommen. Wie der Fluss, welcher sich seinen Weg durch die Landschaft bahnte so wünschte er sich, Wissen zu erlangen. Mael hatte viel gelernt. Er wurde ausgebildet, um zu kämpfen. Seine Jungend verbrachte er im Krieg. Er hatte es nicht anders gelernt. Aber war weder blutrünstig noch verrückt. Er war ruhig, klug, nachdenklich und trotzdem stark. Er wusste, wie man mehr lernte und gewann dadurch an Stärke hinzu. Mael bahnte sich einen Weg durch den Wald. Die Bäume schienen ihn erfreut zu beobachten. Er nickte hier und da einem zu, dankend, Schutz gefunden zu haben. Obwohl der Duft des Kaninchens noch immer in seiner Nase saß, so fand Mal schnell seine Spur wieder und konnte diese verflogen, um zu seinem Begleiter zurück zu kehren. Denn das war seine Aufgabe.



[Im Wald | bewundert Natur | riecht Kaninchen und erlegt es | auf dem Weg zu Daisuke]

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Set von Rin
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Daisuke
der alte Herr
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Geschlecht : Rüde,wenn auch ein alter
Element : Erde
Fellfarbe : weiß,mit grauer Zeichnung
Besonderheiten : er ist alt reicht das nicht?
Alter : 27

BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Di Okt 25, 2011 6:53 am

Wie lange sein junger Gefährte schon fort war wusste Daisuke nicht. Er hatte einfach nicht darauf geachtet, aber er war sich sicher das Mael ihn wieder finden würde und das ihm auf der Jagd nichts passierte. Warum den auch? Er zweifelte nicht an Mael, er war besonnen und ruhig und vor allem sehr wissbegierig. Kaum hätte der alte Rüde gedacht das er jemanden fand der seine Geschichten mögen würde. Die Geduld hatte dem alten Rüden beim erzählen zu zu hören. Langsam schlug er die Augen auf und beobachtete den Wind. Wie er ein paar blätter mit sich herum wirbelte und diese verschiedene Figuren formten. Wenn auch unbewusst stellte er die Ohren auf als er meinte eine Wölfin in dem Blätter spiel zu erkennen.


Wir werden und wiedersehen du stur Kopf!

Aber..wie kann ich dir den noch unter die Augen treten?ich habe es nicht geschafft dich zu beschützen.
Wie...sag mir wie ich dich wieder finden soll wenn du doch so weit fort bist!

Ganz einfach du Dummkopf, du musst nur einen Schritt vor den anderen tun. Dann wirst du mich wieder finden.

Ohne es zu bemerken hatte er lange auf den Fleck gestarrt wo er geglaubt hatte die Wölfin zu sehen! Seine Wölfin! Diejenige die er schon so lange vermisste. Ohne das es ihm bewusst geworden war, waren seine Augen ein wenig glasig geworden und hatten sich mit Tränen gefüllt. Schnell schüttelte er den Kopf und blinzelte diese weg als es ihm dennoch auffiel. „ Verfluchte Rappelschantze „ brummte er mürrisch und lies den Kopf wieder auf die Pfoten sinken. Selbst in seinem alter war ihm einiges noch immer ein Rätsel..auch wenn er natürlich jetzt einiges was ihm sein eigener Vater damals sagte nun viel besser verstehen konnte.


Denk dran mein Sohn,jeder ist etwas besonderes auf seine eigene weise. Du selbst machst dich zu etwas ganz besonderem. Ob es nun böse oder schlecht ist kann man nicht vorher sagen, aber wenn du irgend wann darüber nach denkst..über all das was ich dir heute erzählt habe wirst du es verstehen...

Aber Papa...ich will es doch jetzt verstehen und nicht erst morgen!

…........
Rappelschantze
…..................


Was sagte er danach noch?Angestrengt versuchte sich Daisuke daran zu erinnern was sein Vater damals noch gesagt hatte, aber es fiel ihm partout nicht ein. Nun es war ja jetzt auch egal. Er würde sich etwas überlegen müssen was er Mael gleich erzählte wenn sie beide von der Beute fraßen. Schließlich löcherte Mael ihn dann immer wieder mit fragen um mehr zu lernen. Nicht das es schwer war. Aber Daisuke überlegte gerne vorher was für ein Rätsel er dem Jungspund dieses mal aufbürden sollte. Schließlich bekam er selbst dafür immer etwas zu fressen und bis her hatte der jüngere Rüde immer sehr gut darauf geachtet das er erst zu fressen begann wenn der ältere dabei war und eben so viel abbekam wie auch Mael.

Kaum das er den Gedanken zu Ende geführt hatte hob er den Blick. Der Geruch von süßlichem Blut kitzelte seine schwarze Nase und lies sofort seinen Magen leise knurren. Der Blutgeruch überdeckte etwas den von Mael so dass Daisuke diesen nur leicht wahrnahm aber er konnte sich gut vorstellen das es der jüngere war, der sich so zielstrebig auf ihn zu bewegte. Also wartete er Geduldig auf dessen ankommen und lies den Kopf wieder sinken und schloss ruhig dösend die Augen.

[ liegt vor dem geschützen Versteck | wartet auf Mael | Bildet sich ein eine Gestalt zu erkennen | wartet ]
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Mael
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Di Okt 25, 2011 9:40 am

    Gibt es etwas grazileres und schöneres als einen Wolf? Eine Katze könnte ihm ebenbürtig sein, doch während das Eine aus Holz geschnitzt, so scheint das Andere aus Schönheit und Egoismus zu bestehen. Die Frage ist nur: Ist es lukrativer ein wildes, stilles Tier zu halten oder ein aufbrausendes, hübsches Kätzchen?




Wie ein Geist bahnte Mael sich seinen Weg zwischen den Kriegern mit dem grünen Blätterhaar. Sein Gang war leise und schnell. Das Moos unter den Pfoten des Rüden dämpfte seine Schritte und schluckte fast jedes Geräusch aus. Einmal hatte sich der grüne Teppich mit Regenwasser gefüllt und so presste Maels Tritt dieses hervor, wodurch eine seiner Pfoten feucht wurde. Das Moos wich kleinen Büschen von wilden Brombeeren und anderen Früchten. Die Dornen verharkten sich hier und da in das Fell Maels, aber diese ignorierte sie. Er war seinem Ziel sehr nahe. Er konnte es riechen. Und schon bald tauchte ein alter, ergrauter Rüde vor ihm auf. Ein Lächeln stahl sich auf die Lefzen des jungen Rüden. Fröhlich trabte er zu Daisuke. Zu seinem Weggefährten, seinem Freund, seinem Lehrmeister. Alte Lebewesen konnte man nur bewundern. Denn sie hatten Erfahrung, sie hatten bewiesen, dass es sich lohnte zu leben. Mael war mehr als erfreut, mit einem Wolf voller Wissen reisen zu dürfen. Es wurde einfach nie langweilig, da ihr Tausch – Beute gegen Geschichten – so perfekt funktionierte. Sie lebten viel mehr in Symbiose miteinander, als als Rudel. Mael hatte seine Begleitung nie als Rudel empfunden. Sein Herz galt noch immer den Wölfen, welchen er in seiner Jungend begegnet war. Noch immer galt sie dem kämpferischen Artgenossen, welche wohl noch immer ihren Disput mit den anderen Wölfen verfolgten.



    Zu Bedenken ist immer: Während ein Wolf sein Rudel liebt und dafür lebt, so ist die Katze ein Einzelgänger und bevorzugt es nur, Lebewesen aufzusuchen, wenn es diese für sich selbst beanspruchen kann. So heißt es zumindest. Aber es gibt auch Wölfe, die wohl besser allein leben sollten und Katzen, die Daseinsformen suchen, in welchen das gleiche Herz schlägt.




Mael trat näher an Daisuke heran. Immer noch lächelnd. Seine Augen strahlen freudig. Er hatte Beute erlegt. Erneut. Es war nicht viel, aber genug, um den alten Freund bei Laune zu halten. Mael legte das braune Kaninchen vor die Pfoten des ergrauten Artgenossen und zog sich zurück. Er hielt den Kopf gesenkt und die Rute konnte gerade so den Boden küssen. Zu kurz war sie. Seine silber-grauen Ohren warn nach hinten gedreht, lagen aber nicht am Kopf an. Mael zeigte sich unterwürfig. Daisuke hatte ihm bisher nichts getan. Es gab keine Streite, die in Gewalt aushaarten. Der Alte schien zu wissen, dass er gegen Mael den Kürzeren ziehen würde. Aber es hatte auch bisher keinen wirklichen Grund dazu gegeben, einander die Zähne zu zeigen. Denn Mael zeigte sich unterwürfig, wissbegierig und lehrbereit. Er hatte nicht vor, in irgendeiner Weise die Position des Alphas zwischen ihnen zu bekleiden. Der Rüde war Herr seiner selbst und nicht von jemand anderem. Schon gar nicht von einem Lebewesen, welches sich als loyal und klug erwies. Warum also kämpfen oder mehr wollen? Es gab nichts, was Mael noch wollte. Er war zufrieden mit seinem Leben. Zufrieden mit sich selbst. Zufrieden mit der Beziehung zu Daisuke.




    Nun, es ist schwer Dinge zu vergleichen, welche unterschiedlichen Ursprungs sind und andere Lebenswege eingeschlagen zu haben. Solange der Wolf seinem Rudel treu bleibt wird er zum Glück finden und solange eine Katze ihr Umfeld geschickt manipuliert wird auch sie ihr Glück finden. Ob nun ihm Schoß eines Menschen, bei Gleichgesinnten oder allein. Das muss sie letztendlich entscheiden. Denn so oder so: Irgendwann wird jeder einen Partner finden, der für ihn geschaffen ist.




Ja, es gab tatsächlich schon Überlegungen, was geschehen sollte, sobald der alte Rüde nicht mehr da war. Auch er musste zu einem Waldgeist werden, wie so viele vor ihm. Ab und an hatten sich Gedanken an den Tod Daisukes in Maels Gedächtnis eingeschlichen, aber dieser hatte sie bisher immer mit einem Lächeln abtun können. Sein Weggefährte erwies sich als kräftig und er hatte noch genug Energie und Lebenswillen, um ein paar weitere Jahre auf den Buckel zu bringen. Mael hatte sich etwa einen Meter neben Daisuke gesetzt. Noch immer hatte er kein Wort gesprochen. Kommunikation funktionierte auch ohne Worte. So ging es auch. Aber lange konnte er das Schweigen nicht halten. Schließlich musste er Daisuke erklären, dass er selbst ebenfalls Hunger hatte und erneut auf die Jagd musste.

“Lass es dir schmecken!“

sagte der Rüde freundlich.

“Es ist nicht viel. Mehr konnte ich nicht auftreiben und von einer kleinen Maus wärst du ja auch nicht satt geworden. Ich denke, ich werde gleich noch einmal los ziehen, um mir etwas zu Fressen zu holen. Würde es dir etwas ausmachen, noch ein wenig hier zu bleiben oder möchtest du mit kommen?“

Daisuke war durchaus in der Lage etwas zu jagen, fand Mael. Er war nur alt und der jüngere Rüde wollte nicht, dass sein Weggefährte unnötige Risiken einging. Also jagte er für sie. Das bedeutet zwangsläufig kleinere Nahrung und öftere Jagd. Anders ging es nicht. Mael schaffte es bisher immer, beide satt zu bekommen, aber größeres Getier als junge Rehkitze konnte er auch nicht erlegen. Und diese waren bereits ein Festmahl! Ja, er hatte bereits versucht, ein Reh im Schlaf zu erwischen. Vergeblich. Aber damals war er noch gar nicht mit Daisuke unterwegs gewesen. Da hatte er noch allein die Welt erkundet und feststellen müssen, dass die Jagd allein nicht gerade einfach war. Artgenossen waren nun mal ein wichtige Bestandteil im Leben eines Wolfes und Mael war es gewohnt gewesen, diese als Unterstützung bei der Jagd als selbstverständlich zu empfinden. Nun, das Schicksal war ihm wohlgesonnen und hatte ihn mit einigen Jagdfertigkeiten gesegnet, die ihm von Nutzen sein konnten. Er war nicht der Beste, aber das war in Ordnung. Er war nicht tot. Das bestätigte doch nur sein Können, oder nicht?!


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Ich hoffe, ich lege die Beziehung etc nicht falsch aus (:

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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mi Okt 26, 2011 4:18 am


Der Wind spricht mit uns...wir müssen nur genau hinhören.



Ich weiß...aber...es ist die Aufgabe einer Freundin.“ Sanft schlossen sich Elmiras Augenlider und verhüllten so ihre Bernsteinfarbenen Augen, die man nie wieder sehen würde. Und trotzdem lag ein Lächeln auf den Leftzen der so eben verstorben Fähe. Sie wollte so in Erinnerung bleiben – und dies blieb sie auch. Das Blut breitete sich weiter aus und das Fell der Fähe war an manchen Stellen schon vollgezogen. Ai fing an zu schreien – traurige, qualvoll lang gezogene Laute. Rin legte die Ohren an, versuchte die Geräusche auszublenden. Doch sie drangen in alle Ritzen und Ecken doch die Tatsache, dass sie sich auf einmal selber sah schockierte sie viel zu sehr als das sie weiter auf die Geräusch achten konnte. Eine junge Fähe mit weißem Fell starrte geschockt auf die Leiche ihrer Mutter. Das weiße Fell um ihre Augen war feucht – sie weinte ohne sich dem richtig bewusst zu sein. Rin blinzelte – die Fähe war noch da. Sie selbst war noch da – stand ihr in jüngerer Form gegenüber. Doch bevor die richtige oder eher gesagt die ältere Rin etwas tat wechselte plötzlich der Schauplatz. Die Gestalten verschwommen genau wie die Gegend und es formten sich eine neue Umgebung sowie neue Gefährten. Rin erkannte Taki sofort und auch sich selbst – nur diesmal im braunen Fell. Taki lachte herzhaft weil die junge Rin unfreiwillig in einer Schlammpfütze gelandet war – und aus diesem Grund war auch ihr Fell braun gewesen.

Verwundert öffnete Rin die Augen. War sie doch tatsächlich eingedöst?! Oder war sie nur so in Gedanken versunken gewesen, dass sie Schlaftraum und Tagtraum nicht unterscheiden konnte? Egal was es denn nun wirklich gewesen war, die weiße Fähe schüttelte energisch ihren Kopf um wieder wach zu werden. Den Traum konnte sie nicht ganz verscheuchen. Mit einem schweren Seufzer erhob sich Rin aus dem flachen Wasser und schüttelte sich kräftig. Ihr Bauch fühlte sich kalt an, was wohl daran lag, dass sie im Wasser gelegen hatte. Mit der linken Pfote wühlte sie im Wasser umher, einfach um die Wellen zu betrachten die dabei entstanden. Erst danach senkte sie ihren Kopf um sich einige Schlucke es klaren und kühlen Wassers zu genehmigen. Sie schleckte sich mit der Zunge die Schnauze und trottet dann aus dem Wasser. Der Platz unter ihrem Pfoten gehörte nun dem Gras und der Erde statt dem Wasser und dem Sand. Aufmerksam drehte die halbnasse Fähe ihre Ohren in alle Richtungen und drehte vorsichtshalber auch noch ihren Kopf, doch vernehmen konnte sie nichts. Zumindest nichts, was ihr bedrohlich hätte werden können. Ein weiterer Seufzer entglitt ihrer Schnauze, doch diesmal schien er einen Erleichterten Unterton zu beherbergen. Ihr Traum hatte sie wohl doch mehr aufgewühlt als sie zugeben wollte.

Die Fähe platzierte ihre Hinterläufe auf der Erde und zuckte mit dem Ohr. Abermals sah sie sich um. Sie wusste nicht ganz was sie nun tun sollte, doch die Umgebung gab ihr keine Antwort. Schade eigentlich, dass der Wind ihr nicht die Antworten ins Ohr flüsterte. Aber vielleicht...wenn sie ganz genau hinhörte...Rin spitzte die Ohren aufs äußerste und verharrte. Ein Außenstehender würde vermutlich vermuten, dass die weiße Fähe entweder Wache hielt, oder sie etwas vernommen hatte was ihre Aufmerksamkeit verlangte. Sicherlich würde niemand auf den Gedanken kommen, dass diese Fähe auf den Wind lauschte. Zuerst vernahm Rin ihren eigenen Atem doch dann wurde sie auch dem sanften Blätterrascheln bewusst und den leise summenden Wind. Er konnte also doch sprechen. Nur leider verstand Rin seine Sprache nicht. Was willst du mir sagen? Der Wind summte unverändert. Rin gab es auf. Sie schüttelte leicht den Kopf. Um das Nichtstun zu verhindern widmete sich Rin nun ihrer Fellpflege und leckte mit ihrer rauen, rosafarbenen Zunge über ihr nasses Fell.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Do Okt 27, 2011 3:12 am

Man hätte den alten Rüden für Tod halten können so wie er da lag. Mit ruhig geschlossenen Augen – scheinbar vollkommen ruhig und entspannt. Denn auch sein Brustkorb hob sich nur langsam und leicht beim Atem während er schlief. Er war schließlich schon ein alter Herr. Erst als er hörte wie Mael an ihn heran trat öffnete er die Augen ruhig und hob den Kopf an. Das strahlen in den Augen des jüngeren verwirrte ihn immer und immer wieder. Er selbst hätte es vermieden mit anderen alten Wölfen um her zu ziehen. Aber nun gut es war ja nun nicht jeder so wie er gewesen in seiner Jugend. Scheinbar gelassen sah er dabei zu wie Mael ihm die Beute hin legte und mit leicht gesenkt gehaltener Rute von dem Leblosen kleinen Körper des Hasens weg tretend. Von Anfang an war die merkwürdige Rangordnung ihrer Zweier Gemeinschaft recht klar gewesen. Nie hätte er Daisuke Mael angegriffen,das brauchte er auch nicht. Selbst wenn der jüngere die Führung beantragt hätte, so hätte Daisuke ihm diese überlassen. Warum denn auch Kämpfen wenn er sich darüber amüsieren konnte wie ein anderer die Fehler machte die er vielleicht getan hätte.

Langsam wanderte der Blick des alten zu dem Hasen bevor er dann zu Mael sah. Immer noch sah dieser ihn mit diesen freudigen Augen an und dennoch konnte er die Ungeduld spüren konnte. Dennoch dachte Daisuke einen Moment lang nach. Es war ein längerer Moment da ihm wieder für einen kurzen Moment der erste Gedanke entglitten war – wie inzwischen des öfteren.

Was glaubst du warum immer die starken Jagen, Mael ?

fragte er ihn ruhig und deutete ihm an hier her zu kommen und sich ihm gegen über hin zu legen. Nun er würde es wohl wagen auf die Jagd zu gehen, warum sollte er auch nicht? Bis her lief alles sehr gut auf ihrer Reise und er hatte bis her keinerlei Anstrengung hinter sich bringen müssen,weswegen er erschöpft oder am ende seiner Kräfte sein sollte. Und etwas mehr für ihre Mägen würde den beiden Wolfsrüden durch aus gut tun. Vor allem seinem Jungspund, also deutete er ihm schließlich mit einer schlichten Kopfbewegung an mit ihm zu fressen, bevor Daisuke den ersten bissen heraus riss und den Körper dafür mit seiner Pfote fest hielt.

Wir werden jetzt gleich noch mal zusammen jagen. Ich denke das nichts dagegen spricht, nicht einmal die Rappelschantze...und außerdem tut uns beiden ein wenig größere Beute bestimmt sehr gut.

Ja wie meistens war sein Tonfall ruhig und geduldig und manche würden eben diesen ruhigen klang seiner Stimme als beruhigend empfinden. Wie das jedoch wirklich war wusste der Rüde nicht. Er wusste lediglich das sie beide, nach der kleinen zwischen Mahlzeit zusammen zu sich genommen hatten, Jagen gehen würden. Um stärkere und größere Beute zu erhaschen. Natürlich machte es Daisuke dabei doch etwas zu schaffen das er nicht mehr so gut sah wie Früher – vor allem auf die ferne wurde es inzwischen sehr problematisch. Aber es ging bis her immer gut wenn er sich auf seinen Geruchssinn verlassen hatte. Hin zu kommend hatte er ja auch noch Mael der ihm helfen würde. Kurz hob er den Blick als Mael immer noch nicht anfing zu fressen bevor ein gutmütiges grinsen über seine Lefzen huschte

Keine Sorge ..du wirst deine Geschichte schon noch zu hören bekommen nach dem wir gemeinsam gejagt haben

beruhigte er den ungeduldigen Rüden vor sich. Außerdem würde es ihn vielleicht ein wenig absichern das er auch noch die Geschichte bekam die ihm durch aus zu stand. Schließlich war dass das Tauschgeschäft das sie beide immer hatten wenn Mael jagen ging. Und das würde Daisuke bestimmt nicht brechen solange Mael dafür bei ihm blieb und ihn in seiner nähe duldete. Denn auch wenn der alte Rüde es nicht zu geben mochte, so war es doch ein angenehmes Gefühl noch etwas von einem jüngeren gebraucht zu werden. Selbst wann das eine harte Ausdrucks weise war, aber das machte wahrscheinlich das alter.


[beobachtet Mael | bietet ihm an mit zu fressen schlägt vor gemeinsam Jagen zu gehen ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mo Okt 31, 2011 7:05 am

Mael wartete darauf, dass Daisuke anfing zu speisen. Er selbst spürte das leere Gefühl in seinem Magen und das Wasser lief ihm im Mund zusammen, als der Geruch des Kaninchens die Luft langsam sättigte. Leider konnten Düfte keinen Bauch füllen und so musste Mael warten. Es war schon ein seltsames Geschäft, was er da eingegangen war, doch es gefiel ihm zunehmend. Zwar litt der junge Rüde manchmal unter Hunger und musste warten, auf seinen alten Weggefährten, aber die mickrigen Qualen lohnten sich für die interessanten Geschichten, die Daisuke bereits offenbart hatte. Mael hatte schon einiges von ihm gelernt. Bisher lebte er immer in dem Glauben, seine Eltern hätten ihm die Welt ausreichend erklärt, aber es gab Geheimnisse, die selbst sie nicht kannten, dafür aber Daisuke.
Als der Rüde dann seinerseits das Schweigen durch eine Frage brach überlegte Mael, ob diese rhetorisch war oder er darauf antworten sollte. Er wusste nicht, was er sagen sollte, hatte keine Ahnung, was man von ihm erwartete und schwieg daher. Daisuke bedeutete ihm, sich zu ihm zu legen. Mael stand auf und ließ sich gegenüber von dem Alten nieder. Schließlich zeigte Daisuke dem Silber-Grauen eindeutig, dass er auch etwas fressen sollte, aber dieser ließ es bleiben und sah seinem Weggefährten zu, wie er ein Stück Fleisch aus dem Kaninchen riss.

Blut sammelte sich um die Beute und ein paar Organe rutschen aus der offenen Wunde hervor. Speichel tropfte aus Maels Maul, aber der Rüde zügelte sich nicht. Er würde erst etwas essen, wenn Daisuke fertig war. Starr und matt blickten die Augen des Kaninchens in den Wald. Mael folgte ihrem Blick und musste feststellen, dass das Tier einen Baum ansah. Nichts besonderes. Im nächsten Moment grinste Mael, weil er doch wirklich ein totes Tier beobachtete und sogar versuchte, zu verstehen, was es musterte.
Daisuke schlug vor, gemeinsam zu jagen. Mael nickte eifrig. Er wollte keinen Widerspruch einlegen. Schließlich durfte er Alte sich auch mal ein wenig vergnügen. Und zusammen machte das Jagen auch gleich doppelt so viel Spaß!
Mael wartete weiterhin und wagte es nicht, erneut einen Blick auf die Beute zu werfen. Er befürchtet, etwas zu sich nehmen zu können, sollte er es wagen, Gefallen an dem Tier zu finden. Also lenkte der Rüde sich damit ab, dass er schon bald eine hübsche Geschichte aufgetischt würde bekommen. Vielleicht war sie wieder über die Ahnen oder über die Jagd?! Neue Kampftipps? Oder eine dieser albernen Geschichte über Götter, die zwar schön klangen, aber kein Stück der Wahrheit entsprachen?!

Mael lachte laut auf. Als hätte Daisuke die Gedanken des Jüngeren gelesen beschwichtigte er Mael sogleich, es würde seine Geschichte noch geben. Mael wagte es nun, seine Zähne in das Fleisch des Kaninchens zu Bohren und riss ein Stück davon ab. Gierig schlang er es hinunter, bevor er endlich etwas sagte:

“Ich glaube, wir werden etwas weiter gehen müssen, um Beute zu finden. Mein Lachen hat wohl den Großteil von ihnen verscheucht.“

Mael grinste breit und biss sich noch ein Stück ab. Das Fleisch schmeckte gut und war recht zart. Blut sammelte sich im Maul des Jünglings und er schluckte schnell, damit dieses nicht sein Fell beschmutze. Er wollte nicht nach Tod riechen, wenn er jagte. Das scheuchte nur die Tiere auf und sein Vater hatte ihm oft genug erklärt, dass man die Landschaft sein musste, wenn man jagte. Ansonsten wähnte die Beute sich nicht mehr in Sicherheit und floh. Mael konnte sich keinen Fehlversuch leisten. Dazu hatte er zu viel Hunger und diese karge Mahlzeit regte seinen Körper nur dazu an, mehr zu wollen



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Zuletzt von Mael am Di Nov 08, 2011 7:49 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Di Nov 01, 2011 1:07 am

Nach einigen Stunden hob der Rüde verschlafen den Kopf. Er wurde durch ein lautes Geräusch geweckt. Verwundert schaute er sich um und dann sah er die Bescherung. Ein Stück entfernt von ihm stand eine Herde Rehe, die laut blökte. Der Rüde knurrte lauthals und spannte seine Muskeln an. Er wusste, dass er nicht gegen eine Rehkuh oder gar gegen die ganze Herde allein ankam, aber sie hatten ihn geweckt. Die Herde hatte ihn geweckt, sie besaß einfach die Gemeinheit einen Wolf zu stören. Am liebsten wäre der Bunte rausgesprungen und hätte die Herde durcheinander gebracht, aber das wäre reiner Selbstmord. Er stieß seine Krallen in das Moos, rupfte kleine Büschel heraus und zog sich dann, mit gebleckten Zähnen, zurück. Im Rückwärtsgang, ohne die Herde aus den Augen zu lassen bewegte er sich aus dem Busch heraus. Als er das schützende Blätterdach nicht mehr über sich spürte drehte er sich rasant um und lief, lief und lief. Einen kleinen Berg hoch und dann durch einen kleinen Bach, wo er einen Moment stehen blieb und das kühle Nass genoss, welches um seine Beine spielte und dann von seinem Fell aufgesogen wurde. Er stieß einen kleinen Seufzer aus und lief dann wieder willig weiter. Er setzte seine nassen Pfoten sachte auf den Boden, wo sie sofort schmutzig wurden. Blätter und kleine andere Pflanzen hingen dran. Er schüttelte seine Pfoten und legte über sein Bein, ehe er dann über sein Ohr fuhr.

“Was mache ich hier eigentlich? Vor einer Herde wegrennen und nicht das Wasser genießen. So was machen nur Feiglinge und ich, ich, ich bin keiner, bestimmt nicht.“

Er drehte sich um und ging zurück. Er würde sich an den Bach setzen, vielleicht noch mal die Pfoten reinstellen und dann die Sonne anschauen, wenn er Glück hatte sogar den Sonnenuntergang sehen. Wenn das Leben so war, mochte der Rüde es noch mehr als so schon. Als Dyami den Bach sah, machte er einen kleinen freunde Sprung in die Luft und beschleunigte sein Schritt. Er lief so schnell, dass er nicht schnell genug bremsen konnte und mit einem lauten Platschen in den Bach fiel. Aber das störte ihn nicht, im Gegenteil. Dyami machte einen Laut, welcher sich wie Lachen anhörte, und schlug mit seiner Pfote immer wieder auf das Wasser ein. Ein paar kleine Wassertropfen flogen daher und glitzerten in der Sonne. Andere wieder rum blieben an seinem Fell hängen und hinterließen Spuren, die man irgendwann nicht mehr sehen konnte, aber sie waren da. Waren ein Teil von ihm und werden immer ein Teil bleiben. Nach ein paar Atemzügen dachte er sich:

“Das hat gut getan, ich sollte es öfter machen. Sich benehmen, wie ein kleiner Welpe, das ist gut.“

Als Dyami dann genug gespielt hatte, stieg er aus dem Bach, schüttelte einmal sein Fell, dass noch ein paar Wassertropfen umher flogen und legte sich erneut, den Kopf auf die Pfoten hin.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mi Nov 02, 2011 4:40 am

Chesh war immer noch allein. So sah es nach Außenhin zumindest aus. Doch wer eine feine Nase hat und mit der Natur verbunden war, der merkte dass Cheshire nicht mehr allein war.
Er sah sich um und versuchte den Fremden anhand seines Geruches einzuordnen.

Wolf, Rüde, ungefähr mein Alter. dachte er und sein typisches Grinsen zeigte sich auf seinen Lefzen - jedoch, es war ein merkwürdiges Grinsen. Freundlich und doch bedrohlich, man erkannte, dass man ihm noch lange nicht über den Weg trauen darf. Na komm, zeig dich.

Er sah sich weiterhin unberührt um, gab dem Fremden zu verstehen, dass er entdeckt worden war. Cheshi hatte keine Lust den Unwissenden zu spielen, wozu? Ein gescheiter Gesprächspartner wäre ihm sogar ganz recht.
Nun setzte er doch ein paar Schritte voran, langsam und ruhig doch gleichzeitig bestimmt und kräftig. Cheshire wollte dem Fremden - welcher Cheshire sicherlich beobachtete - gleich zeigen, dass er zwar friedlich gesinnt aber nicht zu unterschätzen war. Die Enttäuschung wäre jedoch groß, wenn sich der erhoffte gescheite Gesprächspartner als junger, unbeholfener Welpe heraustellt, auf den Cheshi am Ende noch Acht geben müsste!
Ihm lief eine Art unangenehmer Schauer den Rücken entlang. Ja, auf Welpen aufpassen gehörte ganz sicher nicht zu seinen lieblings Beschäftigungen. Sie hörten seinen weisen Worten nicht zu, erlaubten sich alle möglichen Frechheiten und man durfte sie dann nicht mal ordentlich ausschimpfen (wenn die Mutterfähe in der Nähe war...). Na ja. Wenn man es genau nimmt, hatte Cheshire noch nie mit Welpen zutun gehabt, jedenfalls nicht seit seinem Gedächtnisverlust - deswegen erahnt er, dass in seiner Vergangenheit auch Welpen eine Rolle spielten. Vielleicht ein Rudel, eine Familie in der jeder seine Aufgaben hatte. Vielleicht war es seine Aufgabe gewesen die Welpen zu hüten?
Er seufzte, denn die Antwort auf diese Fragen wird er nie kennen, niemals. Es gibt keine Chance sie zu erhalten, die Bruchstücke seiner Vergangenheit sind im Fluss ertrunken, aus welchem er wie durch ein Wunder entkommen ist. Er schüttelte diese düsteren Gedanken ab und konzentrierte sich erneut auf den fremden Rüden, welcher sich sicherlich bald zu erkennen gab.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Do Nov 03, 2011 9:19 pm

Ruhig fraß der alte Rüde den Teil seiner Beute auf, und achtete dabei eben so darauf das ihm nicht all zu viel Blut ins Fell lief. Schließlich musste und wollte auch der weiß graue jagen. Und da war Blut wirklich das letzte wonach mach riechen sollte. Da Mael später als er angefangen hatte, war der ältere fertig und begann sich das Blut von den Pfoten und auch das bisschen Blut von der Schnauze zu lecken. Ging dabei besonders gründlich vor um eben beim jagen nicht auf zu fallen. Auch wenn er natürlich schmunzelte bei der Feststellung das sie nun weiter laufen mussten um etwas zu fressen und zu Jagen zu finden. „ Das kann gut sein,aber auch das sollte uns nicht stören „ gab der alte schmunzelnd von sich und streckte dann seine Glieder. Leise knackte es dabei als er sich so streckte und sich schließlich wieder ruhig hin setzte und darauf wartete das auch Mael fertig gefressen hatte.

Dabei störte ihn keines Wegs sein geweckter Hunger oder der Geruch des restlichen Fleisches. Nun aber er war ja auch ein wenig älter als der junge Rüde vor sich und damit wahrscheinlich in dem Teil geduldiger. Langsam wanderte sein Blick in die Richtung wo er vorhin geglaubt hatte die Wolfsgestalt zu erkennen , was natürlich wieder einmal ein Scherz der Rappelschantze sein sollte. Aber nun gut..er würde bald das erste mal seit einigen Tagen wenn nicht gar Wochen wieder Jagen gehen, darauf musste sich der ältere konzentrieren, sonst würde es wahrscheinlich schief gehen. Schließlich war er ein alter Herr. Aus dem Augenwinkel beobachtete er den Jungspund wieder begann sich sauber zu lecken von dem Blut das auch ein wenig in sein Fell geronnen war. Während dessen hielt Daisuke seine Nase leicht in die Luft um nach feinden oder anderen Tieren Ausschau zu halten, schließlich war der Blut Geruch auch anlockend und wunderschön für andere Tiere des Waldes nicht nur für den Wolf. Einer der gründe warum Daisuke meistens von seiner Portion immer ein wenig übrig lies. Für andere Tiere die sich mit Aas begnügen mussten. Auch das hatte er früher nicht getan, aber das leben veränderte einen und es wäre schlimm wenn es das nicht tun würde.

Also wollen wir Jungspund?Die Rappelschantze werden und bestimmt keinen strich durch die Rechnung machen beim Jagen..höchstens vielleicht meine Augen „ erklärte er grinsend und erhob sich nun komplett. Selbst wenn er sich jetzt noch einmal streckte sich aber ein wenig von dem Platz an dem sie gefressen hatten zu entfernen. Naja gut um genau zu sein waren es nur ein Paar schritte,denn den jungen Rüden wollte er keines Falls hetzten. Das einzige was diesen wahrscheinlich hetzten würde, war der jetzt auf gekeimte Hunger. So wie es auch bei Daisuke war, aber er war eben alt genug um diesen schlicht weg einfach zu ignorieren. Ob es der junge auch war? Es würde sich zeigen wie konzentriert er gleich jagen würde.


[ Bei Mael | säubert sich | wartet darauf das er eben so sauber ist um zu jagen ]
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Mael
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Di Nov 08, 2011 8:09 am

Erneut gruben sich die scharfen, weißen Zähne des jungen Wolfes in das hagere Fleisch der Beute. Mael zog und riss, drückte mit seinen Pfoten und versuchte irgendwie, einen Happen heraus zu bekommen, aber das Kaninchen hatte an Masse verloren und so stellte es sich als recht schwierig heraus, es zu zerlegen. Knochen knackten, als Daisuke sich streckte und säuberte, aber auch die Beute knackte, während Mael die winzigen Knochen des Tieres brach und endlich siegte: Er hatte ein Schulterstück abreißen können.
Sofort verschlang Mael seine Nahrung und genoss die wohlige Wärme, welche sich in seinem Bauch ausbreitete. Zufrieden entglitt dem Jungen ein Seufzer. Das Kaninchen sah nun nicht mehr so ansehnlich aus und es war kein gutes Fleisch mehr vorhanden, aber irgendwie war es zu schade, es einfach so liegen zu lassen.
Mael bedauerte einen solchen Verlust. Daisuke hingegen dachte immer Taktisch. Es gab ja schließlich Tiere, die sich von der Beute der Wölfe ernährten und so ihren Hunger stillen mussten. Der Alte war so ein Patriot!
Nun, aber er hatte recht. Und Mael ließ es zu. Ihm gefiel die Vorstellung, jemand anderem Leben zu schenken, weil er sich selber zurück hielt. Außerdem würden sie gleich jagen gehen. Mehr jagen, als so etwas mickriges, verstand sich. Ein Festmahl sollte es sein! Und dann konnte er den Verlust des Kaninchens aus seinen Gedanken schlagen und sich mal wieder so richtig voll fressen.

“Wenn wir etwas großes erwischen haben wir mal einige Zeit lang Ruhe und müssen nicht andauernd nach Kaninchen Ausschau halten.“

merkte Mael an und dachte dabei an seine Zeit im Rudel, wo die Beute mager und selten war. Als er mit seiner Schwester los gezogen war hatten sie einmal durch viel Glück ein junges Reh erlegen können und mehrere Tage waren ihre Mägen so voll, dass es sich nicht lohnte, noch mehr zu erlegen. Das war eine schöne Zeit gewesen...
Mael begann nun auch sich die Lefzen zu lecken und die letzten Blutstropfen und –gerüche zu entfernen. Er war keine Katze, aber so etwas war nun mal nötig. Seltsam verrenkt versuchte er sich über die Brust zu lecken, wodurch sein Nacken schmerzte. Ihm gefiel das Gefühl der Haare im Maul nicht, aber anders ging es nun mal nicht.
Daisuke rief endlich zur Jagd auf, weshalb Mael sofort aufsprang und voller freudiger Erregung lächelte.
Jagen! Futter! Volle Mägen!
Hach, war diese Vorstellung doch schön... manchmal war die Vorfreude auf die Jagd selber das Beste an der ganzen Sache. Denn wenn man scheiterte, so konnte man immer noch dieser gedenken und sich vorstellen, wie es wäre, Glück gehabt zu haben.
Leider stopft Glück keine Mäuler.

“Gut, lass uns los gehen!“

rief Mael nun auch zur Jagd auf und ging ein wenig vor.

“Vielleicht finden wir ja eine Lichtung mit Rehen. Wenn wir uns vor den Böcken in Acht nehmen könnten wir ein Kitz reißen, allerdings würden wir uns dann mehr als unbeliebt bei den Huftieren machen und könnten demnächst Besuch bekommen... wobei ich gehört habe, dass die Böcke ihre Kitze sogar töten würden! Oder war das bei Hirschen...?! Ich weiß es nicht mehr...“

Mael schüttelte den Kopf. Er wusste es wirklich nicht. Da gab es mal irgendeine kleine Lektion, aber sie war wohl aus einem Kopf verschwunden. Nun, der Alte würde schon wissen, was es zu Jagen galt und inwiefern er mitwirken konnte. Mael konnte die Hatz führen oder aber den tödlichen Stoß erwirken. Beides sollte eigentlich von einem jüngeren Wolf erledigt werden. Langsam kamen Zweifel in dem Silber-Grauen hoch, ob Daisuke wirklich stark genug war, sich an dieser Jagd zu beteiligen...


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Fr Nov 18, 2011 9:15 am

Wo ging sie eigentlich hin? Sie hatte keine Ahnung wo sie sich befand geschweige denn davon was sie hier eigentlich tat. Das weiche Moos berührte sanft ihre Pfoten, sobald sie auftrat. Der Wind spielte mit ihrem weißem Fell als wären es die bunten Blätter, welche im Herbst von den Bäumen fielen.
Sie ging still, zu still. Denn sie war fast nicht zu hören. Das und einige andere Fähigkeiten hatte sie in ihrem bisherigen leben gelernt.

Ruckartig blieb die Fähe stehen. Ihr Kopf hob sich und auch die Ohren waren starr nahc vorn gerichtet. Was war das für ein Geräusch? Misstrauisch sah sie zurück und spähte dann nach vorn. Ihr Kopf senkte sich etwas und es sah aus als würde sie irgendetwas oder irgendjemanden fixieren. Ihre Augen waren auf ein Ziel gerichtet, doch dieses Ziel schien unsichtbar zu sein. Mehr als einige Blätter, Bäume und Sträucher waren zumindestens für ungeübte nicht zu erkennen. Doch da war etwas.

Langsam setzte sich der Wolf in Bewegung. Wieder schlich sie sich an. Schon längst wusste sie was es war, ihre Nase hatte sie nicht im Stich gelassen. Warum war ihr das Plätschern des Wassers nicht schon früher aufgefallen? Khaleios hätte sie sofort darauf aufmerksam gemacht das sie sich mehr konzentrieren sollte. Warum hatte sie das nicht getan?
Sie warf einmal den Kopf hin und her und blickte durch die schützenden Blätter.

Vor ihr tat sich ein kleiner Abhang auf an dessen unterem Ende das klare Wasser eines kleinen Bachlaufes plätscherte. Doch das war es nicht was Chenas Aufmerksamkeit erwegt hatte. Nicht weit entfernt, wohl nur ein paar hundert Meter, lag etwas Braunes im Wasser.
Daher also das Geräusch. Einige Momente beobachtete sie die Gestalt. Wie lange hatte sie keinen fremden Wolf mehr getroffen?
Einzelgänger waren selten und so musste man immer auf der Hut vor einem Rudel sein, doch sie hatte keine Markierungen war genommen.
Sie holte die Luft und stieß sie wenige Sekunden später wieder aus.

Gerade wollte sie sich wieder entfernen, da rutschte eine ihre Pfoten unter dem feuchten Moos weg und sie verlor das Gleichgewicht. Sofort bemerkte sie wie sie den Abhang hinunterglitt. Die Vorderpfoten dabei voran. Die letzten Meter fing sie sich und trabte den Rest hinunter.

Natoll, das hast du wieder super hinbekommen. Ganz große Klasse.

Verärgert über sich selbst, schüttelte sie sich und blickte noch einmal kurz zu dem Fremden.
Jedoch tat sie schnell so als wäre er gar nicht da und als wäre der Abgang gewollt gewesen, so trabte sie an das Wasser, senkte den Kopf und begann zu trinken.
Während das Nass ihren Hals hinunterlief deutete nichts daraufhin das ein Anderer in der Nähe war. Wenige Minuten waren vergangen, als sie sich erhob und durch das Wasser auf die andere Seite lief. Hier gab es keinen Abhang, der Wald lief geradewegs zu. Also schickte sie sich an einfach weiterzulaufen. Nur das Zucken ihres Ohres verriet das sie wusste das dort ein anderer Wolf war, welcher sich wohl über sie wundern würde. Was interessierte sie das schon?


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Sa Nov 19, 2011 1:53 am

Dyami wurde von einem Geräusch aus seinen Tagträumereien gerissen. Verwundert drehte er den Kopf zur Seite und schaute sich um. Er konnte nichts sehen, spürte aber, dass er beobachtet wurde. Der Rüde riss sein Maul zu einem herzhaften Gähnen auf, ließ aber seine Ohren gespitzt und wollte aufstehen, um sich zu strecken. Gerade als er sich auf seine Pfoten gestemmt hatte sah er eine weiße, hübsche Wölfin am Abhang stehen. Diese schien Anstalten zu machen, wieder weg zu gehen, schien es sich dann aber doch anders zu überlegen. Sie ging, nein sie rutschte den kleinen Berg hinab ehe sie sich wieder fing und zum Bach lief, um was zu trinken. Halb im liegen, halb im sitzen beobachtete der Rüde sie. Als die Weiße genug getrunken hatte lief sie weiter. In die entgegen gesetzte Richtung von Dyami. Dort, wo kein Abhang war. Der Rüde schüttelte den Kopf und stand auf. Er wollte der Weißen hinter her. Er wollte nicht alleine sein, vielleicht konnte er zusammen mit ihr ziehen. Noch einmal steckte er seine Nase in das kalte, angenehme Wasser, trank ein paar Schlucke und lief dann los. Er lief schnell. So schnell, dass er die Wölfin einholen konnte. Als er neben ihr war, senke er den Kopf, zu einer kleinen Begrüßung und sagte freundlich, mit leiser Stimme:

“Hallo. Ich bin Dyami. Ein Einzelgänger, wie man sieht. Wie heißt du und bist du alleine unterwegs?“

Fragend schaute er die Wölfin an. Wie sie wohl hieß. Und ob er sie mit seinem ganzen Fragen störte? Er blickte sie noch weiter an, ehe er den Blick wieder nach Vorne richtete, um sich zu Orientieren. Die Wölfin schien ihn zu ignorieren, wollte nichts von ihm wissen, so schien es. Dennoch wagte Dyami einen zweiten Versuch und fragte:

“Kann ich mit dir ziehen? Ich bin alleine, aber ich mag es nicht so gerne.“

Damit er nicht zu aufdringlich wirkte, ließ er sich von der Fremden ein paar Schritte zurück fallen und trabte in einem langsamen, gemütlichen Tempo hinter ihr her. Den Blick entweder auf ihrem weißen, hellen Fell oder auf der Umgebung, auf den Bäumen und Büschen. Seine Nase atmete ihren Geruch ein, endlich wieder ein Geruch von einem Wolf, nicht immer nur Beute oder Pflanzen. Er schüttelte den Kopf hin und her, während er weiter hinter ihr lief. Er überließ sich wieder seinen Gedanken, seinen Träumen. Und er überlegte, was er tun würde, wenn sie sagen würde, er solle sie ihn Ruhe lassen. Würde er weiter reden, bis sie nachgab oder würde er einfach verschwinden. Er musste erstmal ihren Charakter kennenlernen, ihr Wesen. Davon würde sie es abhängig machen.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Sa Nov 19, 2011 2:43 am

Ruhig folgte Daisuke dem jüngeren,denn er überließ es ihm die Beute zu finden. Die Jagd würde wahrscheinlich Kräfte fressend genug werden für den alten Daisuke – selbst wenn dieser das natürlich nicht zu geben würde. Aber es war nun einmal leider so und wahrscheinlich würde Mael es auch zu sehen bekommen das sein Gefährte eben zu dem älteren Eisen gehörte auch wenn Daisuke es immer versuchte zu verbergen.
Aber jetzt galt es erst einmal überhaupt etwas zu erwischen. Schließlich wäre es für beide wirklich besser wenn sie wieder einmal vernünftig fressen konnten um sich den Bauch voll zu schlagen. Der Übermut und die Vorfreude von Mael war dabei wirklich ein wenig belustigend. Natürlich beobachtete Daisuke die Verhaltensveränderung des jüngeren Rüden eine ganze weile still schweigen und schmunzelte in sich hinein.

Die Veränderung war nur all zu gut sichtbar, zu erst schien der junge Mael noch so vor positivem Denken zu strotzen,machte sich Hoffnungen auf eine schöne große und gute Beute. Doch scheinbar begann er über die Jagd nach zu denken, denn es schien so als würde er immer und immer mehr ins zweifeln geraten ob sie zu zweit überhaupt etwas erlegen konnten. Nun die Zweifel waren zwar durch aus berechtigt wenn man davon ausging das ein alter Rüde nicht seine Tricks hatte um beim Jagen erfolgreich zu sein. Vor allem waren die Tricks und Kniffe weit aus effektiver wenn man einen jungen Rüden oder eine junge Fähe bei sich hatte die das Opfer nur lange genug ablenken würde. Dennoch war die Veränderung wirklich sehr amüsant und so fragte Daisuke schließlich mit einer doch recht unbekümmerten Tonlage

Na bekommst du zweifel Jungspund?
Leugnen kannst du es eh nicht...sie sind dir nur all zu gut an zu sehen


fügte er mit einem innerlichen schmunzeln hin zu. Ob man das schmunzeln heraus hören konnte? Er wusste es nicht – aber selbst wenn es so wäre dann hatte Mael eben Glück gehabt das er sich dieses mal nicht ganz so sehr unter Kontrolle gehabt hatte wie sonst. Ruhig trabte Daisuke weiter hinter Mael her,selbst wenn der ältere Wolf scheinbar jetzt schon etwas schwerer atmete von dem bisschen laufen. Doch das gab der alte Rüde kaum zu – er lief einfach weiter und drückte immer und immer wieder seine schwarze Nase an den Boden oder hielt sie in den Wind.

Woran Zweifelst du genau ?
Daran das ich für die Jagd nicht mehr zu gebrauchen bin im allgemeinen?
Oder das ich als alter Rüde nicht genügend Kraft aufbringe für die Jagd?


fragte er amüsiert aber durch aus neugierig. Während er genauestens eine Spur musterte die er im Boden gefunden hatte. Eine Spur von Damwild,so schien es dem alten Rüden und irgend wie war er froh das er auf kurze Entfernungen noch sehr gut sehen konnte. Zumindest im Normalfall. Ruhig und ohne groß auf Mael zu achten, denn er war sich sicher, wenn er merken würde das Daisuke einen anderen weg ein schlug, würde er ihm folgen, bog der ältere Rüde ab und folgte der schwachen Spur nun einfach weiter. Immer wieder seine Ohren wachsam aufstellend und in alle Richtungen schwenken lassend,wenn auch seine Augen schwächer wurden,so waren seine Ohren erstaunlicherweise noch sehr gut intakt.
Ein weiteres Indiz für Daisuke das er wahrscheinlich irgend wann, wenn er wirklich noch älter werden würde, sein Augenlicht verlieren würde. Aber das band er keinem auf die Nase, sie würden es schon sehen wenn es soweit war und vorher wollte er gewiss kein Mitleid oder gar wie ein alter Rüde behandelt werden. Also zumindest nicht noch schlimmer als es wirklich der Fall war.


[amüsiert sich | fragt Mael aus | schlägt ohne bescheid zu geben eine andere Richtung ein | grübelt nach]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   So Nov 20, 2011 2:48 am

Mit dem Blick nach vorn gerichtet ging die junge Fähe immer weiter. Einfach immer geradeaus. Bäume säumten ihren Weg, ein Ast welcher im Weg lag wurde mit Leichtigkeit übersprungen. Der Wind spielte nach wie vor mit den Blättern und hier und da ließen die Bäume nun immer mehr den Blick auf den blauen Himmel zu. Der Wald schien sich zu lichten. Waren die Bäume zunächst noch dicht an dicht gestanden, so gab es hier immer mehr Lücken. Chena gefiel das nicht, denn weniger Bäume bedeutete auch weniger Deckung. Jedoch ließ sie sich wie immer nichts anmerken, sondern lief einfach weiter.

Natürlich war ihr nicht entgangen das sie verfolgt wurden. Dieser Rüde war so dermaßen auffällig und laut das sie schon daran zweifelte es mit einem erwachsenen Wolf zu tun zu haben. Mit Leichtigkeit hätte sie ihn abhängen können oder einfach herumschnellen um ihm deutlich zu zeigen was sie davon hielt. Doch zunächst tat sie so als wäre er gar nicht da. Ihre Muskeln waren jedoch angespannt und jeder ihrer Sinne hellwach.
Plötzlich tauchte der Fremde dicht bei ihr auf und begann ihr Fragen zu stellen.
Was fiel ihm eigentlich ein? Ein Wunder das er mit dieser Technik so lange allein überlebt hatte, denn spätestens jetzt wäre es für sie kein Problem gewesen ihn zu überwältigen. Nun war Chena aber selten wirklich aggressiv und das Töten eines Artgenossens gefiehl ihr überhaupt nicht, sie war einfach nur kalt. Und das auch jetzt. Man konnte keine Mimik ablesen, es war als hätte sie den Braunen noch immer nicht wahrgenommen.

Dieser ließ sich etwas zurückfallen, nachdem die Fähe einfach ruhig weitergelaufen war. Ihr Gehör sagte ihr aber das er noch immer an ihren Fersen klebte. Und wieder folgten Fragen. Er kam ihr vor wie ein kleiner, hilfloser Welpe.
Da tauchte doch wirklich ein wildfremder Rüde bei ihr auf und fragte sie ob er mit ihr ziehen könnte. Schwach, sehr schwach.
Weiterhin ging sie vorraus und noch immer schien sich nichts an ihr zu regen. Diese Fähe hatte genau gelernt ihre Gefühle zu verbergen.
Nach einigen Schritten, der Fremde folgte ihr noch immer, blieb sie ruckartig stehen. Noch immer schaute sie nach vorn und mit einer kühlen Stimme begann sie endlich zu sprechen:

"Es ist ein wahres Wunder... ein Wunder das ein Wolf wie du es überhaupt allein geschafft hat. Aber nein, ich muss dich enttäuschen. Mir steht weder der Sinn nach Gesellschaft noch nach deinen Fragerein." Sie holte Luft und sprach weiter. "Such dir irgendwo ein Rudel die noch einen Welpen aufnehmen, aber lass mich in Ruhe."

Sie verlieh ihrem letzten Satz ausdruck indem sie ein tiefes Knurren von sich gab. Dann trabte die Weiße weiter als wäre nichts gewesen.
Sie war keine große Rednerin und Fragereien hasste sie auserordentlich.
Während sie gesprochen hatte, hatte sie ihn kein einziges Mal angesehen und nach wie vor keine Art von Gefühlen erkennen lassen. Erst einge Schritte weiter pröckelte diese Fassade etwas, denn ihr kam Khaleios, ihr alter Weggefährte und Freund, wieder in den Sinn. Sie schluckte.
Damals hatte er ähnlich auf sie reagiert. Auch sie selbst war, damals noch ein kleiner Welpe, allein gewesen und suchte nach Schutz.
Nein, dieser Rüde war alt genug um auf eigenen Beinen zu stehen und wenn er nun allein war, war das sein Problem und nicht ihres.
Sie hob den Kopf, beschleunigte ihren Schritt und trabte weiter.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   So Nov 20, 2011 8:04 am

Erstaunt schaute der Rüde auf. Die Weiße war genauso kalt, wie sie aussah. Ob sie wirklich nur so war? Dyami schüttelte den Kopf. Das ging ihn nichts an. Aber wie sie ihn behandelte, das ging einfach nicht. Sie beleidigte ihn. Mit einem Knurren antwortete er:

“Tja, es ist ein Wunder das DU überlebt hast, mit deinem weißen Fell. Mag ja sein, das ich tollpatschig bin, aber ich bin nicht dumm. Ich kann sehr wohl alleine klar kommen und es war nur freundlich gemeint, ich dachte, du willst nicht alleine reisen. Ich kann, ich kann auch leise sein. Ich bin nicht immer so laut.“

Das letzte Wort wurde zu einem gewaltigen Knurren. Dyami überraschte sich selbst damit, ließ sich aber nichts anmerken. Dann bekam der Rüde einen Plan. Er neigte noch einmal den Kopf und sagte:

“Nun, dann, ich werde gehen.“ Leise fügte er noch hinzu: “Schneekönigin.“

So hatte er die Wölfin getauft und er fand, es passte. Der Rüde drehte sich um und lief los, zurück. Nach einigen Herzschlägen schlug er einen scharfen Bogen und taucht in einem Gebüsch ab. Dort wartete er schweigend, leise. Nur seinen Herzschlag konnte man hören. Dyami spitze die Ohren, lauschte den Wind und zählte sein Herzklopfen.

“…Fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn…“

Als er einige Zeit gewartete hatte, schlich er sich aus dem Gebüsch und hielt Ausschau nach der Wölfin. Sie war nicht mehr zu sehen, aber ihr Geruch hing noch deutlich in der Luft. Ohne den Weg, den er gekommen war zu laufen, lief er weiter, parallel zu dem Weg der Wölfin. Leise setzte er seine Pfoten voreinander. Sogar der Wind war lauter als er. Ha, er konnte leise sein! Er sprang über einen kleinen Bachlauf und witterte in der Luft. Noch immer konnte er ihren Duft erkennen, er hatte ihn in der Nase. Nein, wohl eher hatte sich der Geruch in seine Nase gebrannt. Er lief weiter, beschleunigte seine Schritte, bis er die Wölfin wieder sehen konnte und wurde wieder langsamer. Aber nur so langsam, dass er sie sehen konnte und nur so schnell, dass er genug Abstand hatte. Wenn sie sich umdrehen würde, würde sie ihn nicht sehen, denn sein Fell war den Farben der Umgebung angepasst. Ihres hingegen Schimmerte, wie Gold in der Sonne. Sie konnte man von weitem sehen. Der Rüde wusste nicht, wie lange er hinter ihr herlaufen sollte. Irgendwann würde sie es eh merken, aber solange… Er könnte bald noch mal fragen, vielleicht würde sie sich dann um entscheiden, was er aber nicht glaubte. Sie sah aus wie eine Einzelgängerin und sie würde es vorerst bestimmt bleiben. Er ließ seine Gedanken schweifen, überlegte was er tun könnte, damit sie zusammen reisen könnten. ER könnte sie so lange nerven, bis sie nachgeben würde, aber würde das gehen? Hatte es einen Sinn, das aus zu probieren? Dyami legte den Kopf schief, während er weiter überlegte. Es wollte ihm einfach nichts passendes, oder gutes einfallen. Er blinzelte mit den Augen und richtete seinen Blick wieder nach vorne. Fast wäre er gegen einen Baum gelaufen.

“Und das zum Thema tollpatschig. Zum Glück hat sie es nicht gesehen.“,

grummelte der Rüde vor sich hin. Er blickte wieder nach vorne und schätze den Abstand zwischen ihm und der Weißen ab. Ja, er würde vorerst noch reichen, aber wenn der Wind drehen würde… Sie würde ihn sofort riechen, er wäre entblößt. Noch durfte das nicht passieren. Er brauchte noch einen Plan, was er tun würde, damit er mit ihr reisen könnte, damit sie ihn nicht den Kopf abreisen würde, wenn sie ihn bemerkte. Erst dann, wenn er dies wusste, dann konnte der Wind drehen. Aber seit wann hörte der Wind auf einen Wolf, der so kleine auf der großen Welt schien?


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   So Nov 20, 2011 10:33 am

Das Knurren in der Stimme des Fremden nahm sie nicht weiter war. Weiterhin verzog sie keine Miene und ging einfach weiter. Ihre weißen Pfoten berührten dabei immerzu sanft den Erdboden. Sie lauschte seinen Worten und verkniff sich ein Grinsen. Spöttisch antwortete sie ihm:

"Nun, ein weißen Fell mag ein Nachteil sein, doch kann man diesen leicht mit anderen Fähigkeiten wieder weg machen. Anscheinend bist du doch nicht sehr schlau, sonst würdest du nicht einfach bei einem fremden Wolf auftauchen und versuchen abzulenken. Wäre mir der Sinn nach Gesellschaft, dann hättest du mich schon viel früher bemerkt."

Mit einem Satz beschleunigte sie ihren Schritt.

Lass dich nicht auf solche Diskusionen ein.

Ihre Ohren zuckten leicht als der Rüde meinte er würde gehen und sie hörte deutlich wie er sich entfernte. Das war zu einfach gewesen. irgendetwas stimmte da doch nicht. Erst wollte er ihr unbedingt folgen und dann verschwand er einfach? Misstrauisch blieb sie stehen. Mit gekräuselten fang prüfte sie die Luft, doch der Wind war nicht auf ihrer Seite. Die Widnrichtung war einfach die Falsche. Also verließ sie sich auf ihre Augen und die Ohren, doch auch so konnte sie nichts ausmachen. War er wirklich verschwunden?
Was kümmerte es sie? Wenn er weg war, war das nur gut. Wenn er aber dachte er könnte sie angreifen würde er sein blaues Wunder erleben.
Noch einmal schnaubte sie, wand sich dann um und lief weiter.

Zunächst lief sie im ruhigen Trab, wurde dann aber schneller und rannte schließlich durch den Wald. Die Bäume flogen nur so an ihr vorbei und teilweise berührte keine ihrer Pfoten den Boden. Sie sprang über einen weiteren Bachlauf und wurde schließlich wieder langsamer.
Mit einem letzten, eleganten Sprung kam die Weiße zum stehen. Sie blickte sich um.
Wieder waren die Bäume weniger geworden und immer mehr Sonnenlicht trang durch die Äste. Das gefiel ihr ganz und gar nicht. Wahrscheinlich würde sie bald zu einer offenen Ebene oder einer Lichtung gelangen. Sie senkte den Kopf und schlich langsam weiter.


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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Mi Nov 23, 2011 6:49 am

Aha. Er hatte verstanden. Weißes Fell war vielleicht ein Nachteil, aber sie war in allen anderen Sachen so gut, dass sie es ausgleichen konnte. So eine Besserwisserin. Diese Worte verfolgten ihn die ganze Zeit, während er sie verfolgte. Warum wollte er überhaupt mit ihr reisen? Strebte er so nach Gesellschaft? Der Rüde schüttelte den Kopf.
Auch er hatte bemerkt, dass die Bäume immer weniger wurden, nicht mehr so hoch wuchsen und dass die Fähe sich immer wieder umdrehte und nach hinten schaute. Wusste sie, dass er da war? Oder war er diesmal leise genug. Zu leise für ihr Ohren? Er lobte sich innerlich und duckte sich dann, kauerte auf dem Boden und schlich langsam, mit dem Bauch fast auf dem Boden, voran. Weniger Bäume hießen weniger Deckung. Sie konnte ihn leichter sehen, aber wenn er so tief blieb, sein Fell war der Natur perfekt angepasst. Vielleicht würde sie ihn nicht bemerken. Er lief weiter, langsam und hielt seine Augen stur auf die schneeweiße Fähe gerichtet. Er hielt seine Muskeln gespannt, ließ all seine Sinne hell wach, die Ohren gespitzt, die Augen die Gegend absuchend, immer wieder über die Fähe schweifend, als wartete er die ganze Zeit, jemand würde ihn angreifen. Aber die meiste Konzentration lag auf ihr, auf der Fähe. Er würde sie nicht verlieren, er würde ihre Spur verfolgen.

“Ich glaube, ich bin echt verrückt. Ich verfolge eine Fähe, eine die mich ignoriert. Warum mach ich das? Ich, ich bin echt verrückt. Das ganze allein sein tut mir nicht gut, aber ich bin gut klar gekommen. Und jetzt kommt sie und ich möchte wieder einen Reisegefährten haben. Warum ausgerechnet sie?“

Der Rüde schüttelte den Kopf, würde am liebsten laut Jaulen und die Bäume hoch klettern, doch dann wäre sein ganzer Plan futsch. Im Müll, er könnte wieder von vorne Anfangen. Nein, er würde sich zusammen reißen, irgendwie würde er es schaffen. Irgendwie. Er biss seine Zähne aufeinander, verankerte seine Krallen jedes Mal, wenn sie auf den Boden trafen, in ihn und riss dabei kleine Erdklumpen aus. Vielleicht sollte er einfach umdrehen, sie vergessen und weiter alleine umher ziehen. Nein, nein, das würde er nicht machen, wer weiß ob er sonst für immer alleine sein müsste. Er wiegte seinen Kopf hin und her, musste ihn irgendwie in Bewegung lassen und überlegte, mal wieder, wie er sie überreden könnte. Jeder Eisfelsen, egal wie groß er war, schmitzt irgendwann. Die Frage ist nur wann und wie?


[allein- Wald- verfolgt Chena / überlegt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 1: Neue Welt   Do Nov 24, 2011 3:48 am

Nicht nur das sie in einer fremden Umgebung war, nun lichtete sich auch immer mehr ihre Deckung. Ihre Körperhaltung wurde angespannter, mittlerweile schlich sie schon mehr als das sie lief.
Schließlich konnte man nie wissen was einem hinter dem nächsten Baum erwartete. Das hatte ihr die Begegnung von eben gezeigt. Chena hatte keine Angst, sie war eben vorsichtig.
Besser als hinterher überrascht zu werden.

Langsam ging sie weiter, die Ohren waren nach vorn gerichtet. Doch es schien alles ruhig zu sein und so entsapnnte sie sich wieder etwas. Sie hob den Kopf, sah sich um und ging dann weiter.
Der blaue, klare Himmel war nun immer deutlicher zu sehen und nur wenige Minuten später befand sie sich am Waldrand. Hier blieb die Fähe stehen um sich umzusehen.
Vor ihr lag eine grüne, offene Lichtung. Sie reckte die Nase nach vorn und schnüffelte in der Luft, doch es war nichts ernstzunehmendes zu wittern.
Um sich zu entspannen schüttelte sie sich, trabte dann einige Schritte voran und blieb erneut stehen.

Sie hielt inne. Da war etwas.
Ganz leicht beugte sie den Kopf zur Seite und spähte zurück. Ihre Schnauze kräuselte sich, denn ihre Lefzen begannen zu zucken.

Es ist ihm also doch gelungen...

Sie lächelte und das war bei ihr eine Seltenheit, zumindestens wenn jemand anderes in der Nähe war. Einen Augenblick sah sie nochmal auf die Lichtung, wand sich dann aber ab und schlich zur Seite weg.
Wenn der Wind nun gedreht hatte und sie ihn wittern konnte, würde er früher oder später ihre Spur verlieren. Nun war sie aber nicht dumm und wusste das er ihre Pfotenspuren wittern konnte. Jedoch war immer noch der Bach in der Nähe. unwillkürlich war sie seinem Verlauf gefolgt. Also stieg sie nun zu ihm hinab, lief eine Schritte durch das Wasser und trat dann wieder an das Ufer. Hier legte sie sich hinter ein Gestrüb. Der Kopf lag dabei auf dem Boden und auch ihre Atmung verlangsamte sich.

Mal schauen was er wirklich drauf hat.


[im Wald / trifft auf eine Lichtung / wittert Dyami / versteckt sich]
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